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Sportliche Belastung bei einer Schwangerschaft |
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Sport und Schwangerschaft sind zwei
Begriffe, die für viele Frauen
nicht zueinander passen, weil ihre Meinungen
darüber selbst heute noch von alten,
überkommenen Vorstellungen geprägt
sind. Auch die ärztlichen Ansichten
gingen lange Zeit darüber auseinander,
was sowohl den Sport vor, in und nach
der Schwangerschaft anlangt.
Einst prominente Gynäkologen wie SELLHEIM und MARTIUS warnten vor dem Leistungssport, da er die Beckenbodenmuskulatur verhärte und die Geburt vielfach komplizierter verliefe. Manche Frauen, die bisher Hobby- oder Leistungssport betrieben haben, werden bei einer Schwangerschaft ängstlich und sind auf Schonung bedacht, besonders bei bestehender Emesis gravidarum. Viele Sportlerinnen fühlen sich in der Zeit der Schwangerschaft nur dann wohl, wenn sie ihren Sport weiter betreiben können. Es spricht sogar vieles dafür, sich gezielt fit zu halten. Bereits in der FRÜHSCHWANGERSCHAFT kommt es im mütterlichen Organismus zu deutlichen Veränderungen, die die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen: Steigerung der Herzfrequenz, labileres Blutdruckverhalten, Blutvolumenzunahme, Zunahme der venösen Kapazität, erhöhter Sauerstoffbedarf, erhöhtes Herzminutenvolumen, raschere Hypoglykämie, Gewichtszunahme, Auflockerung in Sehnen, Bändern und Gelenken, Veränderungen des Körperschwerpunktes, erschwerte Thermoregulation. Unter Berücksichtigung der physiologischen Veränderungen in einer unkomplizierten Schwangerschaft steht einer Sportausübung so lange nichts entgegen, wie dadurch keine Schädigung des Feten zu erwarten ist. Zu vermeiden sind:
Zu empfehlen sind Sportarten mit aerober Belastung, denn sie
Folgende allgemeine Empfehlungen sind zu beachten
Als Leitlinien mögen deshalb gelten
Nicht empfehlenswert
Mannschafts- und Kampfsportarten ( Ballsportarten,
Judo, Fechten u.a.m.) Sollte es im Zusammenhang mit dem Sport zu Blutungen, Wehen, Atemnot, Unwohlsein mit Augenflimmern und Kopfschmerzen kommen, sind ein sofortiges Sportverbot und der Arztbesuch angeraten. Entgegen
früherer Auffassungen verläuft
die Entbindung der Sportlerin nicht
erschwert. Zwar kann die Eröffnungsphase
bei Leistungssportlerinnen verlängert,
jedoch die Austreibungsperiode sowie
die Gesamtgeburtsdauer verkürzt
sein. Der Wochenbettverlauf ist wegen
der positiven Auswirkungen der körperlichen
Fitneß bei Sportlerinnen eher
unkompliziert. Weitere Publikationen zum Thema
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Erarbeitet von der Sektion Frauensport der DGSP Verfasser
Stand: August 1998 |