1.
Die Menstruation ist ein natürlicher
Vorgang im weiblichen Körper, ohne
dass Schülerinnen ihren gewohnten
Tagesablauf ändern müssen.
Die Teilnahme am Schulsport sollte daher
selbstverständlich sein.
2.
Jede Sportart kann prinzipiell auch während
der Regelblutung betrieben werden. Die
sportliche Leistungsfähigkeit
muss
nicht beeinträchtigt sein. Individuell
kann es zu Leistungsverschlechterungen,
aber auch zu Verbesserungen kommen. Ggf.
sollten daher für Sportprüfungen
zwei Termine angeboten werden.
3.
Wissen und eine entsprechend fachlich
qualifizierte Aufklärung über
die anatomischen und physiologischen
Zusammenhänge der Menstruation
helfen den Mädchen mögliche
Ängste abzubauen und vermitteln
Sicherheit in diesen Tagen.
4.
In den ersten zwei bis drei Jahren nach
der Menarche (=erste Regelblutung) können
Menstruationsunregelmäßigkeiten
häufig vorkommen. Sie sind
im allgemeinen bedeutungslos und stellen
keinen Grund für eine Nichtteilnahme
am Schulsport dar.
5.
Ungewöhnlich starke Blutungen oder
Regelschmerzen sollten Anlass sein,
einen Arzt/Ärztin aufzusuchen.
6.
Sportliche Bewegung kann in vielen Fällen
sogar Menstruationsbeschwerden lindern,
denn sie fördert die Durchblutung,
löst Verkrampfungen der Muskulatur
und entspannt.
7.
Hygieneprobleme lassen sich durch Verwendung
von Tampons vermeiden. Die Tamponbenutzung
ist von der ersten Menstruation an gesundheitlich
unbedenklich. Damit sind Mädchen
auch beim Schwimmen sicher geschützt.
8.
Wenn der/die behandelnde Arzt /Ärztin
in Ausnahmefällen die Freistellung
vom Schulsport während der Menstruation
empfiehlt, sollten Mädchen dennoch
während des Sportunterrichtes anwesend
sein und die Übungsanweisungen
verfolgen.